
ach, was haben wir in der schule alles über krieg gelernt. jahrelang. immer wieder. über jahrtausende. gefühlt. zwei dinge sind im hirn hängen geblieben und wollen da wohl bei den meisten leider auch nicht mehr raus.
· krieg gehört zur menschheit einfach dazu
· wenn er vorbei ist – dann gibt es gewinner und verlierer
wie bei fast allem, was wir wohl so in unserer schulzeit gelernt haben, stimmt keiner der beiden punkte mehr. nur geht das wohl nicht mehr in unsere hirne hinein. schließlich krallt sich da das gelernte schön fest. beim hans im kopp ist es halt für volksverdummungstheorien so richtig schön gemütlich.
wenn wir wollten, wären wir schon längst über kriege hinaus. weit hinaus. wir wollen aber nicht. und es geht auch nicht ums gewinnen im eigentlichen sinne. das würde nämlich bedeuten, dass man überhaupt gewinnen will. den krieg also beenden. klassische gewinner und verlierer halt.
nein – gewinnen ist nicht das ziel.
das erzählt man uns hänsen nur, falls doch bei einem von uns das alteingetrichterte zu verblassen droht oder wir auf unsere alten tage doch noch mit dem selbständigem denken anfangen sollten.
nein – heutzutage muss die kriegskuh so lange gemolken werden, bis das nächste schlachtfeld endlich soweit ist. dann erst zieht die karawane weiter. solch eine karawane besteht aus drei verschiedenen gruppen. und die haben fast nichts mehr mit dem zu tun, was hänschen mal gelernt hat.
gruppe eins sind die soldaten, so wie wir das gelernt haben. nur sind diese soldaten eigentlich nur noch menschliche und verzichtbare nebelbomben. aber diese nebelbomben haben hunger, brauchen schuhe und big macs und hummer und ein zelt über dem kopf. und diese hummer müssen gewartet werden. und die big macs in die wüste gebracht. und die zeltlatrine muss auch jemand sauber machen. und dieser ganze aufwand muss von jemandem koordiniert werden. und dazu müssen die passenden leute bestochen werden. und das kostet und kostet und kostet.
auf einen soldaten kommen so rund 12 menschen. menschen, die sein tötungswerkzeug bauen. menschen, die ihn in die wüste fliegen. menschen, die seinen hummer bauen. diesen hummer in die wüste fliegen. die diesen hummer in der wüste warten. menschen, die seinen big mac braten. die den big mac in die wüste fliegen. und vor allem braucht es menschen, die dies alles planen und organisieren. und die sind bekanntlich am teuersten. wenn ein mittagessen für einen soldaten in afghanistan umgerechnet rund 50 dollar kostet, dann könnt ihr euch vorstellen, was der mensch verdient, der das organisiert hat.
alles in allem sind momentan etwas über 200.000 soldaten allein aus den usa irgendwo da unten im sand und warten auf ihre big macs. und jetzt stelle man sich vor, die würden tatsächlich im sinne von hans kalkablagerungen im hirn doch tatsächlich gewinnen, nach hause fliegen und da ihren mac für 99 cent verspeisen. und zwar ganz ohne berater und dienstleister und menschen, die das organisieren.
dann müssten die über 400.000 ‘dienstleister’ (das ist die zweite gruppe) ja auch nach hause fliegen. und erst die ganzen arbeiter in den heimatländern. und dann erst diese ganz armen menschen, die sich berater nennen. nein – ein krieg wird schon lange nicht mehr gewonnen.
und dann gibt es da noch die dritte gruppe. von denen gibt es auch viel mehr als eigentliche soldaten. so-genannte söldner. das sind die, die machen dürfen was sie wollen. und das tun sie auch. und das kostet auch. und die wollen auch nicht gewinnen. und damit die auch garantiert nicht gewinnen – da haben die sich was ganz schlaues ausgedacht. die machen sich unentbehrlich. die machen das nämlich schon seit jahren. während so ein soldat – und damit mit ihm sein general und was es noch so an marionetten gibt, die keine ahnung von der eigentlichen lage haben – nur ein paar monate da unten (oder wo auch immer gerade ein neues mac donalds in den sand gebaut wird) verweilen und keinen überblick haben können – da sind diese ‘berater’ schon seit jahren da und wissen wie der hase läuft. und genau diese menschen sitzen an den richtigen stellen und beraten und beraten und beraten…
diese beratungen, diese dienstleistungen bringen im jahr für alle (wenigen) beteiligten firmen rund 70 milliarden euro. und das sind nur die offiziellen zahlen.
und jetzt stellt euch mal vor – da würde tatsächlich jemand mal auf die idee kommen, einen krieg gewinnen zu wollen. oder noch schlimmer – gar gewinnen.